widum
Ich fühle dieselbe Angst, wenn ich hier vor einem weißen Blatt Papier sitze und darüber nachdenke etwas über die Doma Vaquera zu schreiben, die ich gegenüber einem Jungpferd vor dem Beginn seiner Ausbildung empfinde; Und immer wieder die gleiche Frage: Werde ich in der Lage sein es zu zähmen und aus ihm ein Reitpferd zu machen? Dann schaue ich zurück und suche in den Erinnerungen die vielen Pferde, die ich schon geritten habe; einige Freundliche und Umgängliche, andere Tatkräftige, einige Mutige, andere Feige...
Nun betrachte ich das junge Pferd und denke an den langen Weg, den wir gemeinsam zu gehen haben, wieviele verschiedene Übungen wir machen werden. Aber es wird nicht unser Ziel sein eine Reihe von Übungen zu entwickeln, sondern das Wichtigste dabei ist dies mit Kunst und Schönheit zu tun. Als ob es sich darum handelt ein Bild zu malen und nicht nur das Gesicht einer Gestalt, sondern auch seine Gefühle auszudrücken; Das ist die Doma Vaquera, in welcher die Einheit zwischen Pferd und Reiter so wundervoll ist, dass sie eins sind. Die Leser werden denken, dass dies die Basis einer jeden Reitweise ist. Gut das stimmt. Aber im Gegensatz zu anderen Reitweisen entspringt die Doma Vaquera aus der Notwendigkeit der täglichen Arbeit mit den Rindern auf dem Lande und hier beginnt sich das besondere Gefühl zwischen Reiter und Pferd zu entwickeln. Weil der Reiter sein Pferd wie ein Arbeits-werkzeug gebraucht - was es auch ist-, so wie es die Feder für einen Schriftsteller ist, sieht der Vaquero in seinem Pferd einen Freund und Begleiter, der sich ohne seine Hilfe nicht in seiner täglichen Arbeit entwickeln kann.
Aber er ist nicht nur irgend-ein Freund, sondern ein besonders wichtiger, da er gleichgültig in welchem Augenblick des Tages, er derjenige sein könnte der ihm in einer gefährlichen Situation gegenüber eines Stieres das Leben rettet.

Jetzt ist der Moment in dem ich in die Augen dieses Jungpferdes schaue und es frage ob wir diese große Freundschaft die uns für seine Ausbildung fehlt erreichen werden.Meine erste Aufgabe wird sein seine Freundschaft zu gewinnen und niemals werde ich einen Gedanken daran verschwenden einen Freund zu gewinnen indem ich gegen ihn kämpfe. Das ist meine Theorie um mein zukünftiges Vaquera Pferd zu starten.

Wer kennt es nicht? Andalusien mit seinem Licht und seiner Schönheit, ihn den Andalusier, der seiner Erde gleich ist, voll Licht und Freude. Wer kennt ihn nicht? Den andalusischen Gesang, den Flamenco, die Freude und gleichzeitig die Tiefgründigkeit? Die Doma Vaquera ist eine Vereinigung von alledem: Andalusier und Flamenco. Die Doma Vaquera ist Andalusien, weil sie wie das Land selbst ist, hell und schön,sie ist wie der Andalusier fröhlich aber verlässlich und wie der Flamenco tiefgründig. Ich möchte diese Dressur allmählich verständlich machen, aber es ist nicht einfach ein Gefühl in Worten auszudrücken. Zweifellos gibt es in der Dressur einige Ausbildungstechniken und begründete Regeln um das Pferd auszubilden. Aber unter diesen Techniken und Regeln gibt es einen Punkt an dem man sehr gut unterscheiden kann zwischen unseren Doma Vaquera Pferden und anderen. Ein Doma Vaquera Pferd muss sich unterwerfen um seine Aufgaben zu erfüllen, aber nicht demütigen sondern so, dass es Freude daran hat seine Arbeit zu verrichten. Vielleicht ist dies die schwierigste Aufgabe die man in der Dressur erreichen kann, es arbeitet, aber es arbeitet mit Freude.

Dies geschieht in diesem Moment in dem unsere Gefühle und unser durch das Land vererbte Charakter ein Spiel beginnen und wir in der Lage sind unsere Pferde zu arbeiten ohne dass diese die Arbeit als Opfer sehen sondern als Vergnügen; ein Kinderspiel in dem es Freude macht zu arbeiten. So bewegt sich das Vaquera Pferd mit Stolz auf dem Platz und zeigt hier bin ich und ich weiß was ich tue und sie zeigen uns ihre Fähigkeiten, ihre Agilität und Kraft. Sie demonstrieren dass sie die Kraft und Bescheidenheit haben uns zu sagen ich trage dich wohin du willst bitte mich darum, dass ich es für dich tue.

Dies, meine Herrschaften ist eine kleine Anmerkung was die Doma Vaquera ist und ich würde Sie gerne unserer Kultur und dem was wir über Pferde wissen näherbringen und mittels dieser Zeilen eine Verbindung schaffen.
Manolo Oliva 1999
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